Aktuelles aus den bayerischen Bistümern

Im Folgenden dokumentieren wir zunächst zwei Briefe, die Herr Dr. Franz Hauber, Mitglied in unserem Initiatoren-Team, im März 2011 an den Vorsitzenden der Bayerischen Bischofskonferenz, Herrn Kardinal Dr. Reinhard Marx, geschickt hat. Es wurden 210 Unterschriften angefügt.

Anschließend wird der weitere Briefwechsel dokumentiert.

Die Dokumentation ist chronologisch geordnet, d.h. die aktuellsten Informationen finden sich ganz unten auf dieser Seite.

Herrn Erzbischof Reinhard Kardinal Marx

München

Betrifft: Unterstützung der Dialoginitiative der Deutschen Bischöfe

Religionslehrerinnen und Religionslehrer unterstützen das Memorandum „Kirche  2011: Ein

notwendiger Aufbruch“

Sehr geehrter Herr Kardinal Dr. Marx,

seit dem 10. Februar 2011 hat eine Initiativgruppe von fünf Religionslehrern, zu denen ich gehöre, allen katholischen Religionslehrerinnen und Religionslehrern in Deutschland im Internet die Möglichkeit gegeben, mit ihrer Unterschrift das Memorandum der deutschsprachigen Theologieprofessorinnen und –professoren „Kirche 2011 – Ein notwendiger Aufbruch“ zu unterstützen. Aus unserem täglichen Religionsunterricht wissen wir, wie wichtig die in dem Memorandum genannten Handlungsfelder (Strukturen der Beteiligung, Gemeinde, Rechtskultur, Gewissensfreiheit, Versöhnung und Gottesdienst) für die Einstellung junger Menschen zur Kirche sind und wie sehr diese auf positive Veränderungen warten.

Zugleich war und ist es das Anliegen unserer Aktion, die im Herbst 2010 begonnene Dialoginitiative der deutschen Bischöfe zu unterstützen.

Auf der Unterzeichnerliste im Internet hatten sich bis zum 9. März 2011  342 katholische Religionslehrerinnen und Religionslehrer eingetragen (siehe: https://fuereinenoffenendialog.wordpress.com), 123 davon aus Bayern.

Wir haben diese Unterzeichnerliste am 10.3.2011 an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Herrn Erzbischof Robert Zollitsch geschickt mit der Bitte, möglichst bald und konkret mit der von ihr angestoßenen Dialoginitiative zu beginnen und die Gruppe der Religionslehrer/innen am Dialog zu beteiligen. Wir hoffen, dass unsere Zusendung auch bei der am 14.3.2011 beginnenden Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz Beachtung findet.

Als aus Bayern stammendes Mitglied der Initiativgruppe möchte ich mich zusätzlich auch direkt an Sie als Vorsitzenden der Bayerischen Bischofskonferenz wenden und Ihnen im Anhang die Liste der Unterzeichner aus Bayern übergeben.

Zu diesen 123 Unterzeichnern kommen noch 87 Religionslehrer/innen aus Bayern, die entweder nichts oder zu spät von unserer Unterschriftenliste erfahren hatten, und sich deshalb in andere, allen Bürgern offen stehende Unterschriftenlisten eingetragen haben (siehe: http://kirche2011.de, http://www.kirchen­aufbruch-jetzt.de/).

Am 16.7.2009 (in der Münchner Karmeliterkirche) und am 21.1.2011 (in der Katholischen Akademie in Bayern) durfte ich Ihnen persönlich die Sorgen der Religionslehrer/innen kurz vortragen. Vielleicht erinnern Sie sich noch, dass nach meinem Beitrag im Akademiesaal ein lang anhaltender Beifall der vielen anwesenden Religionslehrer/innen ausdrückte, wie sehr wir Religionslehrer/innen auf eine ecclesia semper reformanda hoffen. Sie äußerten in Ihrer Antwort Verständnis für unsere Sorgen wegen des weitgehend negativen Kirchenbildes unserer Schüler und signalisierten Gesprächsbereitschaft bezüglich Verbesserungen. Auch in Ihrem gestrigen Fastenhirtenbrief sagten Sie: „Die Kirche muss sich immer erneuern. Sie darf nicht selbstzufrieden und selbstgenügsam sein.“

Deshalb darf ich Sie und alle Bischöfe in Bayern heute nochmals um konkrete Schritte hin zum Dialog über notwendige Reformen in unserer Kirche bitten. Im Sinne der Unterzeichner unserer Initiative bitte ich um einem offenen Dialog z. B. über Macht- und Kommunikationsstrukturen, über die Gestalt des kirchlichen Amtes, die Beteiligung der Gläubigen an der Verantwortung, über Fragen der Moral und Sexualität.

Wir bitten Sie, die große Gruppe von Religionslehrerinnen und Religionslehrern an diesem Dialog zu beteiligen, z. B. über Vertreter der Religionslehrerverbände.

Dass der Dialog sehr differenzierend und am Evangelium orientiert geführt sowie die gegenwärtige Glaubenskrise mitbedacht werden muss, versteht sich von selbst und verbietet Vorfestlegungen. Dabei braucht es selbstverständlich auch eine vertiefende theologische Argumentation, wie sie das Memorandum – schon von seiner Textsorte her – natürlich nicht leisten konnte.

2010 sind so viele Christen wie nie zuvor aus der katholischen Kirche ausgetreten, und wir sind in großer Sorge, dass diese äußere wie innere Abwendung von der Kirche ungebremst weitergeht. Wir erfahren, dass selbst kirchlich tief verwurzelte und engagierte Schüler/innen enttäuscht darüber sind, wie sich unsere Kirche heute zeigt. Das tut uns weh und macht uns sehr zu schaffen, denn wir möchten ja die Kirche in unserem Unterricht positiv vermitteln. Dies gelingt aber nur, wenn wir eine überzeugende Kirche vorstellen und repräsentieren können, die sich selbst als Überlieferin einer Botschaft versteht, vor der her sie sich selbst ständig reformieren muss – im Geist Jesu um der Menschen willen.

Wir Religionslehrer/innen können feststellen, dass bei unseren Schüler/innen immer noch eine große Offenheit für religiöse Fragen, für Sinnfragen, für ethische Fragen und die Kernbotschaften unseres christlichen Glaubens besteht, doch dass sie sich verschließen, wenn wir im Unterricht auf die Kirche zu sprechen kommen, weil sie etliche Positionen der Kirche einfach nicht mehr verstehen und akzeptieren.

Wir Religionslehrer/innen würden so gerne in unserem Unterricht zu unseren Schülern sagen: Seht her, da ist eine neue Dialogbereitschaft und ein neuer Aufbruch in unserer Kirche. Wir wären so glücklich, wenn wir beim Wort „Kirche“ nicht mehr auf eine weitgehende Ablehnung bei unseren Schüler/innen stoßen würden, sondern überzeugend auf eine neue Glaubwürdigkeit, neue Argumentationskraft und neue Impulse einer ecclesia semper reformanda hinweisen könnten, um so besser unseren letztlich von Jesus erhaltenen Auftrag zu erfüllen, allen Menschen die Botschaft vom befreienden und liebenden Gott Jesu Christi zu verkünden.

Ich meine, wir dürfen diese Bitte um eine ecclesia semper reformanda auch deshalb mit Eindringlichkeit stellen, da wir Religionslehrer/innen eine Schlüsselstellung in der Verkündigung der Kirche haben. Wir erreichen über unseren Unterricht bei weitem am meisten Christen, nämlich nahezu alle jungen Katholiken, und nicht nur die wenigen Prozent, die am Sonntag in die Kirche gehen.

Sehr geehrter Herr Kardinal, wir äußern unsere Bitte aus Liebe und tiefer Verbundenheit zu unserer Kirche, für deren Lehre wir uns täglich einsetzen, aber auch aus der ernsten Sorge um einen weiteren großen Bedeutungsverlust der Kirche bei unseren Schülerinnen und Schülern. Ich würde mich sehr freuen über eine Antwort von Ihnen, die ich an alle Unterzeichner und an alle Religionslehrer/innen in Bayern weitergeben kann und die diesen durch Ihre Ankündigung von konkreten Vorhaben neue Kraft und Zuversicht gibt. Diese brauchen wir dringend für unsere tägliche Verkündigungsaufgabe.

In christlicher Verbundenheit grüße ich Sie herzlich

Franz Hauber

Anhang:

Liste der bayerischen Religionslehrerinnen und Religionslehrer, die den „Aufruf zur Solidarität“ unterzeichnet haben.

28.3 2011

Sehr geehrter Herr Kardinal Marx,

vor 14 Tagen (am 14.3.2011) hatte ich Ihnen einen Brief zugeschickt mit dem Betreff:

Unterstützung der Dialoginitiative der Deutschen Bischöfe

Religionslehrerinnen und Religionslehrer unterstützen das Memorandum „Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch“

Von vielen Religionslehrern/innen und Unterzeichnern werde ich nun immer wieder gefragt, was unser Kardinal auf diesen Brief mit den Unterschriften und die darin geäußerten Bitten geantwortet hat.

Manche äußerten in den letzten Tagen die Befürchtung, die Bischöfe seien eventuell gar nicht wirklich an dem von ihnen selbst angekündigten offenen Dialog interessiert.

Ich habe meine Kollegen/innen vertröstet und geantwortet, Sie hätten vielleicht noch keine Zeit gefunden, auf meinen Brief zu antworten.

Somit wäre ich Ihnen sehr dankbar für eine baldige Antwort auf meinen Brief und die darin geäußerten Bitten, die ich auch an die Unterzeichner und Religionslehrer/innen in Bayern zur Information weitergeben kann.

Es grüßt Sie in christlicher Verbundenheit

Franz Hauber

Im Folgenden dokumentieren wir die Antwort von Herrn Kardinal Dr. Marx vom 20.4.2011, die in seinem Auftrag Herr Domkapitular Erich Pfanzelt schrieb.

Sehr geehrter Herr Dr. Hauber, lieber Franz,

im Auftrag des H.H. Kardinals darf ich und möchte ich auf Deine beiden Schreiben vom 14.03. und 24.03.2011 antworten.

1. Zunächst eine Vorbemerkung: Ich weiß nicht, ob Du ermessen kannst, was an Post Tag für Tag auf den Herrn Erzbischof einströmt. Insofern bin ich schon überrascht, dass Du bereits zehn Tage nach Deinem ersten Schreiben schriftlich eine Antwort „anmahnst“.

2. Deine Initiative, für Religionslehrer eine Unterschriftenliste zum Memorandum einzurichten, möchte ich nicht kommentieren. Sie ist jedenfalls innerkirchlich umstritten. Ich halte für zielführender, was die Landesverbandskonferenz des KRGB in einer Resolution dazu geäußert hat: Keine Aufforderung zu Unterschriften, aber Bereitschaft zum Dialog. Beides, die KRGB-Stellungnahme sowie die Antwort des Herrn Kardinals in der Anlage.

3. Du äußerst Zweifel (24.03.11), ob die Bischöfe wirklich an dem angekündigten Dialog interessiert sind. Da musst Du Deine Kollegen nicht vertrösten, weil der Herr Kardinal Dir noch nicht geantwortet hat. Der Dialogprozess ist von der DBK beschlossen und wird derzeit vorbereitet. Um welche Gesichtspunkte es bei einem vernünftigen Dialog zu gehen hat, magst Du einem Vortrag des Vorsitzenden der DBK, EB Dr. Zollitsch, entnehmen, den er am 13.04.11 gehalten hat (Anlage).

Ich wünsche Dir gesegnete Ostern!

Mit freundlichen Grüßen

Prälat Erich Pfanzelt

Domkapitular

Leiter des Schulreferats der Erzdiözese München und Freising

Leiter des Kath. Schulkommissariats in Bayern

Die Antwort (vom 26.4.2011) auf diesen Brief von Herrn Domkapitular Pfanzelt finden Sie weiter unten.

Die 2. Anlage, der Vortrag von Herrn Erzbischof Dr. Zollitsch am 13.4.2011, wird hier nicht dokumentiert, denn Sie finden sie im Internet unter: http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse/2011-056a-Boehler-Club-Vortag_EB_Zollitsch.pdf

Die 1. Anlage wird nun hier dokumentiert:

Verband der katholischen Religionslehrer und Religionslehrerinnen an den Gymnasien in Bayern e.V.

 

An den Vorsitzenden

der Bayerischen Bischofskonferenz

Kardinal Dr. Reinhard Marx

Stellungnahme des KRGB zum Memorandum „Kirche 2011 : ein notwendiger Aufbruch“

Sehr geehrter Herr Kardinal,

am Samstag, den 19. März 2011, hat der Verband der katholischen Religionslehrer und Religionslehrerinnen an den Gymnasien in Bayern e.V. auf seiner Landesverbandskonferenz in Nürnberg eine Stellungnahme zum Memorandum „Kirche 2011: ein notwendiger Aufbruch“ verabschiedet, die ich Ihnen In der Anlage zur Kenntnis bringen möchte. Die Verbandsvertreter aus den sieben bayerischen Diözesen bekunden darin ihre Dialogbereitschaft und hoffen, damit einen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unserer Kirche leisten zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Monika Sauer

Landesvorsitzende

Hier die Antwort von Herrn Kardinal Marx:

Frau

OStRin Monika Sauer

Landesvorsitzende des KRGB

….

4. April 2011

 

Stellungnahme des KRGB zum Memorandum „Kirche 2011: ein notwendiger Aufbruch

Sehr geehrte Frau Sauer,

für die Übersendung Ihrer Stellungnahme vom 19.03.2011 zum Memorandum danke ich Ihnen. Ich freue mich, dass Ihre Landesverbandskonferenz zu so differenzierten, konstruktiven und zukunftsweisenden Aussagen als Antwort auf das Memorandum gefunden hat. Wie ich von Schulkommissar Erich Pfanzelt, der an Ihrer Sitzung in Nürnberg teilnahm, erfuhr, hat der Vorstand des KRGB es abgelehnt, seine Mitglieder zu Unterschriften unter das Memorandum aufzufordern, wie es eine sog. Initiativgruppe von fünf Religionslehrern im Internet getan hat. Sie ermutigen vielmehr Ihre Mitglieder, sich in den von uns Bischöfen angestoßenen Dialogprozess aktiv einzubringen. Mit Recht sprechen Sie von Ihrer Funktion als „Brückenbauer“ und stellen sich die Aufgabe, „die Anfragen und Anliegen junger Menschen in die innerkirchliche Diskussion einzubringen“.

Als Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz danke ich Ihnen für Ihre wertvolle Verbandsarbeit für die Religionslehrer/innen an Gymnasien sowie für Ihren unverzichtbaren Dienst im Religionsunterricht.

Mit besten Grüßen und Segenswünschen

Reinhard Kardinal Marx

Erzbischof von München und Freising

Im Folgenden wird die Antwort von Dr. Franz Hauber auf den Brief dokumentiert den Herrn Domkapitular Pfanzelt im Auftrag von Herrn Kardinal Marx geschrieben hat.

Lieber Erich,

danke für Deine E-Mail vom 20.4.2011.

Bei meiner Antwort möchte ich zwei Dinge auseinanderhalten, nämlich

a) mein persönliches Verhältnis zu Dir und

b) meine sachliche Antwort auf Deine Darlegungen in Deiner E-Mail.

Zu a)

Ich möchte Dir versichern, dass ich sehr gerne und dankbar an die Zeit unserer gemeinsamen Arbeit als Religionslehrer in der damaligen ISB-Arbeitsgruppe zurückdenke. Ich habe mich in dieser Zeit unserer Zusammenarbeit immer wohl gefühlt und Dich sehr schätzen gelernt.

Zu b)

Unabhängig von a) fühle ich mich verpflichtet, Dir sachlich auf Darlegungen in Deiner E-Mail zu antworten, da ich hier anders denke als Du.

Du schreibst:

„im Auftrag des H.H. Kardinals darf ich und möchte ich auf Deine beiden Schreiben vom 14.03. und 24.03.2011 antworten.

1. Zunächst eine Vorbemerkung: Ich weiß nicht, ob Du ermessen kannst, was an Post Tag für Tag auf den Herrn Erzbischof einströmt. Insofern bin ich schon überrascht, dass Du bereits zehn Tage nach Deinem ersten Schreiben schriftlich eine Antwort ‚anmahnst’.“

Ich weiß nicht, wie Du auf das Datum vom 24.3.2011 und damit auf zehn Tage nach meinem ersten Schreiben kommst. Die einzige Erklärung könnte sein, dass das Dir vorliegende Briefexemplar dieses falsche Datum trägt. Wie dieser Fehler zustande gekommen ist, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Nach meinen Unterlagen trägt der Brief das Datum vom 28.3.2011. Ich habe auch im Internet nachgesehen, da der Brief ja dort dokumentiert ist, und auch dort steht im Briefkopf das Datum 28.3.2011. Außerdem beginnt mein Schreiben ja wie folgt: „vor 14 Tagen (am 14.3.2011) hatte ich Ihnen einen Brief zugeschickt …“. Hieran hättest Du erkennen können, dass mit dem Datum oben im Briefkopf etwas nicht stimmen kann. Ich nehme zudem an, dass der Dir vorliegende Brief einen Eingangsstempel hat. Dieser kann als frühestes Datum den 29.3.2011 aufweisen, denn ich bin mir absolut sicher, dass ich den Brief am Montag, den 28.3.2011 in den Briefkasten geworfen habe, weil ich wenigstens 14 Tage auf eine Antwort des Kardinals warten wollte, die ich übrigens nicht „anmahnen“ wollte, sondern aus dem in den Briefen dargelegten Gründen erbat. Kardinal Marx hat ja nicht irgendeinen Brief erhalten, sondern einen Brief mit 210 angefügten Unterschriften. Ich wäre auch zufrieden gewesen, wenn ich den Unterzeichnern nach 14 Tagen hätte mitteilen können, der Kardinal habe mir den Eingang des Briefes bestätigt, brauche aber noch Zeit für eine ausführlichere Antwort.

Ich fasse zusammen: Ich hoffe, dass ich zu Deinem ersten Punkt, auch wenn er nur ein Randaspekt ist, schlüssig nachgewiesen habe, dass ich nicht schon nach zehn Tagen meinen zweiten Brief geschrieben habe. Doch möchte ich mich dafür entschuldigen, dass der Dir vorliegende Brief wohl ein zu frühes Datum trägt.

Du schreibst weiter:

„2. Deine Initiative, für Religionslehrer eine Unterschriftenliste zum Memorandum einzurichten, möchte ich nicht kommentieren. Sie ist jedenfalls innerkirchlich umstritten. Ich halte für zielführender, was die Landesverbandskonferenz des KRGB in einer Resolution dazu geäußert hat: Keine Aufforderung zu Unterschriften, aber Bereitschaft zum Dialog. Beides, die KRGB-Stellungnahme sowie die Antwort des Herrn Kardinals in der Anlage.“

Hierzu meine Sicht:

Ich habe nicht von mir aus diese Initiative ergriffen, sondern auf das Drängen vieler Religionslehrer hin für eine Internetseite gesorgt. Diesen Religionslehrern war es ein tiefes Bedürfnis, das im Memorandum Ausgedrückte aus Sorge um die Zukunft der Kirche auf einer Internetseite für Religionslehrer zu unterstützen.

Du deutest einen Dissens zwischen mir und dem KRGB an. Ich darf Dir versichern, diesen gibt es nicht. Jeder meiner Schritte seit dem Erscheinen des Memorandums war mit dem KRGB abgesprochen. Ich habe niemals etwas unternommen, ohne mich zuvor ausführlich mit dem KRGB auszutauschen und zu beraten. Die mehrheitliche Meinung der Spitze des KRGB war, dass man auf die Minderheit derjenigen Religionslehrer, die Einwände gegen manche Punkte des Memorandums äußerten, Rücksicht nehmen solle. Ich habe Verständnis für diese Haltung des KRGB. Für mich ist es eine christliche Tugend, die Meinung von Minderheiten in brüderlichem Respekt zu achten. Das konkrete Handeln muss aber dann bestimmt sein von einem Abwägen, bei dem selbstverständlich die Meinung der Mehrheit stärker zu gewichten ist und eine Minderheit nicht der Mehrheit etwas aufzwingen darf. Die Mehrheit der Religionslehrer befürwortet mit Sicherheit das Anliegen des Memorandums. Dies hat Dir am 21.1.2011 in der Kath. Akademie auch die Reaktion der vielen, den großen Saal füllenden Religionslehrer gezeigt. Als ich bei meiner damaligen Wortmeldung im Kern genau das sagte, was ich später in meinem Brief an den Kardinal über die Sorgen der Religionslehrer und eine Bitte um eine ecclesia semper reformanda schrieb, reagierten die Religionslehrer mit einem starken, lang anhaltenden Beifall.

Dem entsprechend ergaben meine vielen Gespräche mit der Spitze des KRGB im Februar, dass man Solidaritätsunterschriften nicht direkt auf der Homepage des KRGB sollte vornehmen können, sondern über einen entsprechenden Hinweis und Link auf der Homepage des KRGB. Alle Mitglieder der Landesverbandskonferenz des KRGB, mit denen ich gesprochen habe, drückten mir ihre persönliche Zustimmung zu der dann von mir durchgeführten Internet-Initiative aus. In diesem Sinn veröffentlichte der KRGB ja auch die von mir erbetenen Hinweise, Informationen und Links auf der Homepage des Verbandes.

Auch nach der Landesverbandskonferenz in Nürnberg am 19.3.2011 habe ich mit mehreren Mitgliedern der Landesverbandskonferenz gesprochen. Was mir dabei mitgeteilt wurde, deckt sich nicht mit Deiner Darstellung. Im Übrigen haben ja auch Mitglieder der Landesverbandskonferenz die Solidaritätsbekundung zum Memorandum unterschrieben.

Du schreibst, „die Landesverbandskonferenz des KRGB [habe] in einer Resolution dazu geäußert […]: Keine Aufforderung zu Unterschriften“.

Diese Deine Darlegung stimmt mit dem Wortlaut der Resolution nicht überein. Jeder, der die Resolution im Internet nachliest, kann sich davon überzeugen und wird Schwierigkeiten haben, sich Deiner Interpretation anzuschließen.

Für mich gilt: Ich kann mich vollständig mit dem Text der KRGB-Resolution identifizieren, denn die Resolution drückt genau meine Meinung aus, und es gibt keinen Dissens zwischen mir und dem KRGB.

In den letzten Wochen stand ich nicht nur in ständiger Verbindung mir dem KRGB, dessen Mitglied ich seit rund vierzig Jahren bin, sondern hatte auch Kontakt mit fast allen Religionslehrerverbänden in Deutschland. Dabei konnte ich überall ohne Ausnahme eine positive Einstellung zu unserem Internet-Angebot einer Unterstützung des Memorandums feststellen.

Wenn man nicht nur die Religionslehrer, sondern die Meinung aller Katholiken in Betracht ziehen möchte, dann liegen folgende Zahlen vor: Für das Memorandum gaben ca. 66.000 Katholiken in öffentlichen Listen ihre Unterschrift ab; gegen das Memorandum waren es ca. 14.000 Unterschriften (Liste Pro ecclesia). Das entspricht einem Verhältnis von 82,5 Prozent zu 17,5 Prozent.

Ich fasse zusammen: Der durch Deine Zeilen angedeutete Dissens zwischen meiner Sicht und dem KRGB ist nicht zutreffend.

Leider spricht auch der kurze Antwortbrief des Kardinals an den KRGB vom 4.4.2011 von diesem Dissens, wobei sich der Kardinal auf Dich als Gewährsperson beruft.

Du schreibst mir weiter:

„3. Du äußerst Zweifel (24.03.11), ob die Bischöfe wirklich an dem angekündigten Dialog interessiert sind. Da musst Du Deine Kollegen nicht vertrösten, weil der Herr Kardinal Dir noch nicht geantwortet hat. Der Dialogprozess ist von der DBK beschlossen und wird derzeit vorbereitet. Um welche Gesichtspunkte es bei einem vernünftigen Dialog zu gehen hat, magst Du einem Vortrag des Vorsitzenden der DBK, EB Dr. Zollitsch, entnehmen, den er am 13.04.11 gehalten hat (Anlage).“

Hierzu meine Sicht:

Ich habe definitiv nicht Zweifel geäußert! Tatsache ist ausschließlich, dass ich von Befürchtungen von manchen Religionslehrern/innen berichtete. Bei diesen Berichten schrieb ich wörtlich: „Manche äußerten in den letzten Tagen die Befürchtung, die Bischöfe seien eventuell gar nicht wirklich an dem von ihnen selbst angekündigten offenen Dialog interessiert.“

Du empfiehlst mir, einen von Dir angefügten Vortrag von Erzbischof Dr. Zollitsch zu lesen. Danke für diese Zusendung, auch wenn ich diesen Vortrag schon kannte. Ich habe ihn aber noch einmal aufmerksam durchgelesen. Herr Erzbischof Dr. Zollitsch spricht mir aus der Seele, und ich kann mich jeder seiner Zeilen anschließen. Ich erlaube mir, wichtige Sätze aus seinem Vortrag zu zitieren:

Herr Erzbischof Dr. Zollitsch betont zunächst die Bedeutung des Religionsunterrichts und sagt, dass „heute gerade der Religionsunterricht eine entscheidende Schnittstelle zwischen Kirche und Gesellschaft ist; [   ] Für viele Kinder ist der Religionsunterricht oftmals der einzige, und damit auch der erste Ort, an dem religiöse Fragen thematisiert werden.“

Diese Aussagen zeigen mir, wie ernst und wichtig Erzbischof Dr. Zollitsch die Arbeit von uns Religionslehrern nimmt.

Herr Erzbischof Dr. Zollitsch lädt in seinem Vortrag auch die „Laien“ zu dem Dialogprozess ein und grenzt niemanden aus. Er spricht von einem „Aufruf der Bischöfe zum innerkirchlichen Gespräch auf allen Ebenen“ und sagt, „alle wollen wir in diesen Reflexionsprozess hinein nehmen. […] Das Konzil hat es den Laien ausdrücklich aufgetragen, ihren Sachverstand zum Wohl der Kirche einzubringen: ‚Entsprechend dem Wissen, der Zuständigkeit und hervorragenden Stellung, die sie einnehmen, haben sie die Möglichkeit, bisweilen auch die Pflicht, ihre Meinung in dem, was das Wohl der Kirche angeht, zu erklären’ (LG 37).“

Er skizziert dann, „wie der ‚Dialog im Licht des Evangeliums’ gelingen kann“, und sagt: „Dialog ist eine Haltung der […] liebevollen Zuwendung zum Dialogpartner. Mit einer solchen Haltung entsprechen wir unserem Auftrag, die Menschenliebe Gottes zu vergegenwärtigen. Diese Grundhaltung ist für das Gelingen unseres Dialog- und Gesprächsprozesses unverzichtbar. […] Dialog bedarf der Kunst des rechten Hörens, der Fähigkeit, sich in die Gedanken und Argumente des Gesprächspartners hineinzuversetzen. […] Dialog ist ein zielgerichteter Gesprächsprozess, der ergebnisoffen, aber nicht ergebnislos ist. […] Dialog ist grundsätzlich offen für alle Themen. […] Wenn die Kirche ihrem Auftrag der Verkündigung nachgeht, erhebt sie den Anspruch, gehört zu werden. Doch um die Menschen zu verstehen, denen sie die frohe Botschaft verkünden will, muss die Kirche zuvor selbst Hörende sein. […] Nur als Hörende kann die Kirche, die antwortet, erfahren, dass ihrer Botschaft Gehör geschenkt wird. – Ich glaube, das müssen wir neu und vertieft lernen. Auch dazu soll der Gesprächs- und Dialogprozess beitragen. […] Dennoch möchte ich die selbstkritische Frage stellen, ob die Grundhaltung des Dienens an allen kirchlichen Vollzügen ablesbar ist.“

Ich würde mich überaus freuen, wenn der Vorsitzende der Bayerischen Bischofskonferenz Herr Kardinal Marx an die 210 bayerischen Religionslehrer, deren Unterschrift ich ihm zugeleitet habe, einen Antwortbrief schreiben würde, in dem er im Sinne der Worte von Erzbischof Zollitsch ihnen seine Wertschätzung bekundet, in dem er sie einlädt, sich am Dialogprozess mit ihren Erfahrungen zu beteiligen, in dem sie seine liebevolle Zuwendung spüren, in dem er ihnen versichert, dass sie gehört werden usw.

In dem mir von Dir zum Lesen zugesandten Vortrag geht Erzbischof Dr. Zollitsch nicht auf konkrete Vorhaben hinsichtlich des Dialogprozesses ein. Doch ich weiß, was er in seiner eigenen Diözese in den letzten Wochen konkret auf den Weg gebracht hat, da ich direkte Kontakte zu Religionslehrern in seiner Diözese Freiburg habe. Das, was ich von dort erfahre, erfüllt mich mit Hochachtung vor Erzbischof Zollitsch, und ich wäre sehr glücklich, wenn in den bayerischen Diözesen bald etwas Ähnliches feststellbar wäre wie in der Diözese von Erzbischof Zollitsch.

Erzbischof Zollitsch ließ z. B. In der Erzdiözese Freiburg ein „Dialogtelefon“ einrichten. Unter der Telefonnummer 0761-21 88-980 können sich Katholiken aus der Erzdiözese mit ihrer Kritik und ihren Fragen an das Erzbischöfliche Ordinariat wenden. Am 24.3.2011 (schon vor über einem Monat) stellte Herr Erzbischof Zollitsch öffentlich sein Konzept des „Dialogs im Licht des Evangeliums“ vor und richtete für die in seiner Diözese schon angelaufenen Dialogaktivitäten einen extra Internetauftritt (www.zeit-fuer-dialog.de) sowie eine „Dialogbox“ ein. In den sieben Regionen der Erzdiözese sind Zukunftskongresse geplant. In so genannten „Fokusgruppen“ sollen besondere Fragestellungen in den Dialog eingebracht werden. Geplant ist nach den Worten von Erzbischof Zollitsch (siehe die Homepage der Erzdiözese Freiburg, http://www.ebfr.de) ein „Dialog nach innen und nach außen“. Der Dialog erfolge nicht nur in den bestehenden, vertrauten Strukturen der Kirche mit ihren Räten und Gremien: Alle seien eingeladen, ihre „Überlegungen und Erfahrungen in die Gemeinschaft des Glaubens der Kirche von Freiburg“ einzubringen. Der Erzbischof sagte öffentlich, er möchte dazu einladen, dass sich möglichst viele Menschen an diesem „Dialog im Licht des Evangeliums“ beteiligen und alle ihre Überlegungen und Erfahrungen mit einbringen.

Domkapitular Andreas Möhrle, der Leiter des Seelsorgeamtes in der Erzdiözese Freiburg, sagte bei der Vorstellung der Dialog-Aktivitäten am 24.3.2011, Dialog bedürfe „der Fähigkeit, sich in die Gedanken und Argumente des Gesprächspartners hineinzuversetzen, die Dinge aus der Perspektive des anderen zu sehen“ und „in den Schuhen des anderen gehen zu lernen“. Das könne zur Folge haben, „eigene Positionen zu hinterfragen und sie unter Umständen auch zu verändern.“ Die Gestaltung eines solchen geschwisterlichen Dialogs könne die Erfahrung stärken, „Gemeinschaft im Glauben“ zu sein.

Dieses Gefühl, „Gemeinschaft im Glauben“ zu sein, wurde in Freiburg auch ganz konkret den Religionslehrern vermittelt, indem sie zum Gespräch eingeladen wurden. So fand ein Gespräch mit Herrn Domkapitular Dr. Axel Mehlmann (Leiter der Abteilung Schulen und Hochschulen im Erzbischöflichen Ordinariat) bereits statt über die Planungen zum Dialogprozess. Bei diesem Gespräch war auch ein Mitglied unserer Initiativ-Gruppe (Herr Matthias Hirt) dabei. In der Diözese Freiburg fand also keine Ausgrenzung von Unterzeichnern unserer Solidaritätsliste oder von Mitgliedern unseres Initiatoren-Teams statt.

Wenigstens kurz möchte ich noch auf eine weitere Diözese außerhalb Bayerns hinweisen. Religionslehrer aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart haben, ähnlich wie ich an Kardinal Marx, eine Liste mit rund 70 Unterschriften zum Memorandum an ihren Bischof Herrn Dr. Gebhard Fürst geschickt (am 1.4.2011). Der Antwortbrief erfolgte schnell (am 13.4.2011) und ist sehr positiv, freundlich, offen und ermutigend gehalten. Herr Bischof Dr. Fürst bedankte sich für den Brief. Er habe sich gefreut darüber, dass die unterzeichnenden Religionslehrer angeboten haben, aktiv an der Erneuerung der Kirche mitzuwirken. Es wird versichert, dass die Religionslehrer am Dialogprozess beteiligt werden. (Wenn Du möchtest, schicke ich Dir den Antwortbrief zu.)

Ich fasse zusammen: Dein Hinweis auf Erzbischof Zollitsch lässt mich hoffen. Es wäre äußerst begrüßenswert und für uns Religionslehrer Mut gebend, wenn unser Kardinal (auch als Vorsitzender der Bayerischen Bischofskonferenz) uns eine ähnliche Haltung wie Erzbischof Zollitsch zeigen würde und demnächst hier in Bayern den Dialogprozess mit konkreten Maßnahmen (auch unter Beteiligung der unterzeichnenden Religionslehrer) ähnlich fördern würde.

Hiermit möchte ich die sachbezogene Antwort auf Deine E-Mail schließen und noch einmal auf die persönliche Ebene zurückkehren.

Ich habe folgendes Problem. Wie Du weißt, habe ich mich verpflichtet, die Antwort unseres Kardinals den Religionslehrern mitzuteilen. Hierzu darf ich den Schluss meines Briefes an den Kardinal zitieren:

„Sehr geehrter Herr Kardinal, wir äußern unsere Bitte aus Liebe und tiefer Verbundenheit zu unserer Kirche, für deren Lehre wir uns täglich einsetzen, aber auch aus der ernsten Sorge um einen weiteren großen Bedeutungsverlust der Kirche bei unseren Schülerinnen und Schülern. Ich würde mich sehr freuen über eine Antwort von Ihnen, die ich an alle Unterzeichner und an alle Religionslehrer/innen in Bayern weitergeben kann und die diesen durch Ihre Ankündigung von konkreten Vorhaben neue Kraft und Zuversicht gibt. Diese brauchen wir dringend für unsere tägliche Verkündigungsaufgabe.“

 

Wenn ich nun in den nächsten Tagen als Antwort darauf Deine E-Mail an die bayerischen Religionslehrer weiterleiten müsste, könnte es sein, dass dies negative Reaktionen bei den Religionslehrern auslöst. Die wenigen Kollegen, denen ich bisher Deine Zeilen gezeigt habe, sagten mir, dass diese ihrer Meinung nach  das Bild unseres Kardinals bei den Religionslehrern beschädigen würde und viele sich enttäuscht und demotiviert noch weiter von der Kirche zurückziehen würden. Solche Reaktionen tun mir weh, und deshalb bin ich auch sehr traurig über Deine E-Mail.

Mein Ziel ist ein anderes. Ich möchte, dass die Religionslehrer sagen: Seht her, unser Kardinal sagt uns in einem Antwortbrief, dass er unsere Sorgen ernst nimmt. Er macht uns Hoffnung, dass wir stolz sein können auf die Dialogfähigkeit der Kirche und wir wieder motiviert unseren Schülern ein positives Bild der Kirche vermitteln können. Unser Kardinal hält sich an das, was er in seinem Fastenhirtenbrief gesagt hat: „Eine wesentliche Voraussetzung des Dialogs ist die Wertschätzung des Gesprächspartners, das Ernstnehmen seines Lebens- und Glaubensweges. […] Wir sollten uns bemühen, eine Kirche zu sein, die fähig ist zum Dialog.“

Ich fühle mich verpflichtet, wenn irgend möglich, Negatives zu verhindern und Positives zu erreichen. Darum möchte ich Dir folgenden Vorschlag machen. Wenn ich doch noch eine positive Antwort auf von Kardinal Marx erhalten würde (ähnlich wie die Reaktionen in den Diözesen Freiburg und Rottenburg-Stuttgart), dann könnte ich diese direkte Antwort des Kardinals an die Religionslehrer in Bayern weiterleiten und nicht Deine im Auftrag des Kardinals geschriebene E-Mail.

Ich habe somit die herzliche Bitte an Dich, mir kurz und möglichst in den nächsten Tagen mitzuteilen, ob Du meinst, wir können doch noch einen positiven Antwortbrief des Kardinals erhalten.

 

Lieber Erich, ich habe vor vierzig Jahren von dem von mir hoch verehrten Kardinal Döpfner die Missio erhalten und mich immer mit ganzer Kraft für die Verkündigung der Frohbotschaft eingesetzt. In diesem Sinn bin ich mir sicher, dass Du die gleichen Ziele hast wie ich, und hier fühle ich mich im Einklang mit Dir.

In dieser christlichen Verbundenheit grüße ich Dich herzlich

Dein Franz

PS:

Die Unterschriftenliste, die am 14.3.2011 an Herrn Kardinal Dr. Marx schickte, umfasst die Namen von 210 bayerischen Religionslehrern/innen.

Inzwischen haben sich noch weitere 17 Religionslehrer/innen mit ihrer Unterschrift in Solidaritätslisten eingetragen, deren Namen ich hiermit nachreichen möchte.

 

 

Im Folgenden wird die Antwort von Herrn Domkapitular Pfanzelt vom 16.5.2011 dokumentiert..

 

 

ERZBISCHÖFLICHES ORDINARIAT

MÜNCHEN

 

SCHULREFERAT

 

DER REFERATSLEITER

SCHRAMMERSTRASSE 3

80333 MÜNCHEN

 

Herrn

Dr. Franz Hauber

 

GZ  GV/58.32.1-2006/1 #008         (bitte bei Antwort angeben)                                                                                                                         16.05.2011

 

 

Lieber Franz,

 

Du bittest mich mit Schreiben vom 26.04.2011 um Mitteilung, ob ich meine, „wir können doch noch einen positiven Antwortbrief des Kardinals erhalten“. Ich habe Dir im Auftrag des H.H. Kardinals geschrieben und ich kann nicht erkennen, dass diese Antwort nicht positiv wäre. Im Übrigen bin ich verärgert über solche Aussagen in Deinem Brief: „Die wenigen Kollegen, denen ich bisher Deine Zeilen gezeigt haben, sagten mir, dass diese ihrer Meinung nach das Bild unseres Kardinals bei den Religionslehrern beschädigen würden … Solche Reaktionen tun mir weh und deshalb bin ich auch sehr traurig über Deine E-Mail“.

 

Ich verweise noch einmal auf die positive und dankbare Antwort des Herrn Kardinals auf die Stellungnahme des KRGB zum Memorandum „Kirche 2011: ein notwendiger Aufbruch“. Was der Herr Kardinal den gewählten Vertretern des Verbandes Kath. Religionslehrer an Gymnasien in Bayern hier schreibt, gilt wertschätzend allen Religionslehrern an Gymnasien und lädt sie zugleich ein, als Brückenbauer die Anfragen und Anliegen junger Menschen in die innerkirchliche Diskussion einzubringen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Prälat Erich Pfanzelt

Domkapitular

 

P.S.: Das große bundesdeutsche Dialogprojekt beginnt am 08./09.07.2011 in Mannheim.

 

 

 

Im Folgenden wird die Antwort von Herrn Dr. Franz Hauber vom 19.5.2011 dokumentiert..

 

Herrn

Domkapitular Prälat Erich Pfanzelt

Erzbischöfliches Ordinariat München

Schulreferat

 

80333 München

 

Betrifft: GZ  GV/58.32.1-2006/1 #008

 

Lieber Erich,

 

danke für Deinen Brief vom 16.5.2011. Ich habe mich gefreut, dass Du nach meiner Weiterleitung (am 13.5.2010) Deines letzten Briefes an die bayerischen Religionslehrer/innen einen Antwortbrief an mich geschrieben hast.

 

Bitte erlaube mir, im Einzelnen auf Deinen Brief zu antworten.

 

Du schreibst:

„Ich habe Dir im Auftrag des H.H. Kardinals geschrieben und ich kann nicht erkennen, dass diese Antwort nicht positiv wäre.“

 

Hier meine Sicht dazu:

Ich zitiere die wesentlichen Sätze Deines damaligen Antwortbriefes:

„Deine Initiative, für Religionslehrer eine Unterschriftenliste zum Memorandum einzurichten, möchte ich nicht kommentieren. Sie ist jedenfalls innerkirchlich umstritten. Ich halte für zielführender, was die Landesverbandskonferenz des KRGB in einer Resolution dazu geäußert hat: Keine Aufforderung zu Unterschriften, aber Bereitschaft zum Dialog. Beides, die KRGB-Stellungnahme sowie die Antwort des Herrn Kardinals in der Anlage. […] Der Dialogprozess ist von der DBK beschlossen und wird derzeit vorbereitet.“

 

Ich achte Deine Meinung, wenn Du diese Antwort als positiv betrachtest.

Alle Rückmeldungen und E-Mails, die ich von Religionslehrern erhalten habe, die Deinen Brief lasen, sehen Deine Antwort nicht positiv.

 

Deine damals in der Anlage angefügte Antwort des Kardinals an den KRGB ist an den KRGB gerichtet und nicht an die Unterzeichner des Briefes vom 14.3.2011 an den Kardinal.

Tatsache ist weiter, dass Herr Kardinal Dr. Marx nicht persönlich, auch nicht mit wenigen Zeilen, auf diesen Brief an ihn mit 210 angefügten Unterschriften geantwortet hat. In diesem Brief wurde er „um konkrete Schritte hin zum Dialog über notwendige Reformen in unserer Kirche“ gebeten. Der Brief endete mit den folgenden Worten: „Sehr geehrter Herr Kardinal, wir äußern unsere Bitte aus Liebe und tiefer Verbundenheit zu unserer Kirche, für deren Lehre wir uns täglich einsetzen, aber auch aus der ernsten Sorge um einen weiteren großen Bedeutungsverlust der Kirche bei unseren Schülerinnen und Schülern. Ich würde mich sehr freuen über eine Antwort von Ihnen, die ich an alle Unterzeichner und an alle Religionslehrer/innen in Bayern weitergeben kann und die diesen durch Ihre Ankündigung von konkreten Vorhaben neue Kraft und Zuversicht gibt. Diese brauchen wir dringend für unsere tägliche Verkündigungsaufgabe.“

Ich glaube, es ist verständlich, dass ich den Versuch machen wollte, darauf doch noch eine direkte und für die Kollegen/innen möglichst positiv klingende Antwort von Herrn Kardinal Dr. Marx zu erhalten.

 

Noch zwei ergänzende Hinweise:

 

a) In meinem Brief vom 26.04.2011 an Dich habe ich schon ausführlich dargelegt, dass es keinerlei Dissens zwischen mir und dem KRGB gab und gibt und ich niemals etwas unternommen habe, ohne mich zuvor mit dem KRGB auszutauschen und zu beraten. Der Vorstand des KRGB stand voll hinter der von mir eröffneten Unterschriftenliste. Ebenso gab es keinerlei Dissens mit den vielen anderen Religionslehrerverbänden in Deutschland, zu denen ich ja in Kontakt stand.

 

b) Auch wenn es innerkirchlich immer kleine Gruppen geben wird, die gegen etwas sind, sind die innerkirchlichen Stellungnahmen zum Memorandum (z. B. Deutsche Bischofskonferenz, ZdK, Bundesverband der katholischen Religionslehrer und -lehrerinnen an Gymnasien, Katholische Verbände usw.) in ihrer ganz großen Mehrheit im Kern positiv und drücken aus, dass die Unterstützer des Memorandums zum Gespräch über die Zukunft von Glauben und Kirche in Deutschland beitragen wollen. Ich habe eine tiefe Hochachtung vor den 227 bayerischen Religionslehrern/innen, die unterschrieben haben: „Unser Anliegen ist es, die Dialoginitiative der deutschen Bischöfe zu unterstützen, um einen neuen Aufbruch in unserer katholischen Kirche zu ermöglichen.“

Darin kann ich nichts Schlechtes sehen, und darum hatten wir uns eine positive, uns neue Kraft und Zuversicht gebende Antwort des Kardinals erhofft.

 

 

Du schreibst weiter:

„Im Übrigen bin ich verärgert über solche Aussagen in Deinem Brief: ‚Die wenigen Kollegen, denen ich bisher Deine Zeilen gezeigt habe, sagten mir, dass diese ihrer Meinung nach das Bild unseres Kardinals bei den Religionslehrern beschädigen würden … Solche Reaktionen tun mir weh und deshalb bin ich auch sehr traurig über Deine E-Mail’.“

 

Hier meine Sicht:

Ich habe Dir wahrheitsgemäß berichtet, was mir Kollegen gesagt haben. Ich meine, dass wahrheitsgemäßes Berichten korrekt ist. Inzwischen sind es nicht nur wenige Kollegen, sondern viele, von denen ich Rückmeldungen erhalten habe. Wenn Du wissen möchtest, was sie denken, kann ich Dir dies gerne schreiben.

Dass mir diese Reaktionen weh tun, hatte ich in den nächsten Zeilen meines Briefes an Dich damit erklärt, dass mein Ziel „ein positives Bild der Kirche“ ist. Und deshalb tun sie mir immer noch weh, insbesondere wenn ich sehe, wie in hohem Grade positiv z. B. die Bischöfe Zollitsch und Fürst (die ja auch Unterschriftenlisten von Religionslehrern erhielten) reagiert haben.

Es tut mir sehr leid, dass Dich die zitierten Aussagen von Kollegen in meinem Brief verärgert haben. Ich wollte Dich nicht verärgern, sondern Dir wahrheitsgemäß etwas berichten.

 

 

Du schreibst weiter:

„Ich verweise noch einmal auf die positive und dankbare Antwort des Herrn Kardinals auf die Stellungnahme des KRGB zum Memorandum „Kirche 2011: ein notwendiger Aufbruch“. Was der Herr Kardinal den gewählten Vertretern des Verbandes Kath. Religionslehrer an Gymnasien in Bayern hier schreibt, gilt wertschätzend allen Religionslehrern an Gymnasien und lädt sie zugleich ein, als Brückenbauer die Anfragen und Anliegen junger Menschen in die innerkirchliche Diskussion einzubringen.“

 

Hierzu meine Sicht:

Korrekterweise möchte ich hier zuerst den vollständigen Brief des Herrn Kardinals (vom 4.4.2011) an die Vorsitzende des KRGB zitierend wiedergeben:

 

Sehr geehrte Frau Sauer,

für die Übersendung Ihrer Stellungnahme vom 19.03.2011 zum Memorandum danke ich Ihnen. Ich freue mich, dass Ihre Landesverbandskonferenz zu so differenzierten, konstruktiven und zukunftsweisenden Aussagen als Antwort auf das Memorandum gefunden hat. Wie ich von Schulkommissar Erich Pfanzelt, der an ihrer Sitzung in Nürnberg teilnahm, erfuhr, hat der Vorstand des KRGB es abgelehnt, seine Mitglieder zu Unterschriften unter das Memorandum aufzufordern, wie es eine sog. Initiativgruppe von fünf Religionslehrern im Internet getan hat. Sie ermutigen vielmehr Ihre Mitglieder, sich in den von uns Bischöfen angestoßenen Dialogprozess aktiv einzubringen. Mit Recht sprechen Sie von Ihrer Funktion als „Brückenbauer“ und stellen sich die Aufgabe, „die Anfragen und Anliegen junger Menschen in die innerkirchliche Diskussion einzubringen“.

Als Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz danke ich Ihnen für Ihre wertvolle Verbandsarbeit für die Religionslehrer/innen an Gymnasien sowie für Ihren unverzichtbaren Dienst im Religionsunterricht.

Mit besten Grüßen und Segenswünschen

Reinhard Kardinal Marx

Erzbischof von München und Freising

 

Ich freue mich außerordentlich, dass Du als Beauftragter des Kardinals den Inhalt dieses Briefes nun erklärst und klar schreibst, diese Antwort des Kardinals „gilt wertschätzend allen Religionslehrern an Gymnasien“.

Ich danke Dir auch sehr für die klaren Aussagen in Deinem Schlussabsatz. Damit ist nun eindeutig kein Religionslehrer und keine Religionslehrerin ausgeschlossen von dem kommenden Dialogprozess, auch nicht diejenigen, die ihre Solidarität mit dem Memorandum der katholischen Hochschullehrer bekundet haben. Ich gehe davon aus, dass dies natürlich auch für diejenigen Religionslehrer/innen gilt, die nicht am Gymnasium unterrichten.

 

Mit großer Freude werde ich in den nächsten Tagen (in Abstimmung mit dem KRGB) allen bayerischen Religionslehrer/innen (auch denen, deren Unterschrift ich mit dem Brief vom 14.3.2011 an Herrn Kardinal Dr. Marx schickte) die durch Dich mitgeteilte Wertschätzung aller bayerischen Religionslehrer durch Herrn Kardinal Dr. Marx übermitteln. Ich werde ihnen weiter mitteilen, dass sie alle von Herrn Kardinal Dr. Marx eingeladen sind, sich aktiv in den von den Bischöfen angestoßenen Dialogprozess einzubringen, und eingeladen sind, „die Anfragen und Anliegen junger Menschen in die innerkirchliche Diskussion einzubringen“.

 

 

In Deinem P.S. schreibst Du:

„Das große bundesdeutsche Dialogprojekt beginnt am 08./09.07.2011 in Mannheim.“

 

Ich habe nun mit kirchlichen Stellen in Mannheim telefoniert sowie mit dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, um Genaueres über dieses Projekt bzw. die Tagung in Mannheim zu erfahren, damit ich den bayerischen Religionslehrern/innen mitteilen kann, wie sie der Einladung unseres Kardinals zur Beteiligung am Dialogprozess konkret nachkommen können. Leider konnte ich keine näheren Informationen erhalten. Aber vielleicht weißt Du mehr in dieser Sache. Deshalb habe ich die große Bitte an Dich, mir wenigstens kurz mitzuteilen, was konkret an Möglichkeiten geplant ist (vor allem in Bayern), damit alle Religionslehrer/innen, die der Einladung unseres Kardinals folgen möchten und „die Anfragen und Anliegen junger Menschen“ aus dem Religionsunterricht „in die innerkirchliche Diskussion“ einbringen möchten, dies tun können.

 

Du weißt, dass ich mich mein ganzes Leben lang für einen guten Religionsunterricht engagiert habe, und deshalb habe ich persönlich natürlich ebenfalls vor (auch als langjähriges Mitglied des KRGB), mich in den Dialogprozess einzubringen zum Wohle unserer Kirche. Herr Alois Glück hat letzte Woche auf der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken in Erfurt gesagt, Ziel des Dialogprozesses in der Kirche müsse es sein, verlorenes Vertrauen wieder herzustellen und fragenden Menschen in dieser Kirche eine Heimat zu geben (siehe http://www.zdk.de/pressemeldungen/meldung.php?id=648). Daran möchte ich mitarbeiten, denn ich habe als Religionslehrer so viele Fragen zur Kirche bei meinen Schülern erlebt.

 

In diesem Sinne grüßt Dich herzlich

Dein  Franz

 

 

 

 

Im Folgenden wird die Rundmail von Herrn Dr. Franz Hauber vom 23.5.2011 über die Fachmailingliste Religionsunterricht an die bayerischen Religionslehrer/innen dokumentiert, die jedoch nicht freigeschaltet wurde.

 

Betrifft:

Memorandum „Kirche 2011“ – weitere Informationen

23.5.2011

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

ich freue mich, Ihnen nach meinen Mails vom 13.2.2011, 7.3.2011, 10.4.2011 und 13.5.2011 heute mitteilen zu können, dass wir doch noch eine im Kern positive Antwort von Herrn Domkapitular Prälat Erich Pfanzelt, im Auftrag von Herrn Kardinal Dr. Marx, erhalten haben.

 

Herr Pfanzelt schrieb mir am 16.5.2011 (GZ  GV/58.32.1-2006/1 #008):

 

[Hier wird der schon oben dokumentierte Brief zitierend wiedergegeben.]

 

Am 19.5.2011 habe ich den folgenden Antwortbrief an Herrn Prälat Pfanzelt geschrieben:

 

[Hier wird der schon oben dokumentierte Antwortbrief zitierend wiedergegeben.]

 

 

Wie geht es nun weiter?

 

Aus meiner Sicht ist nun die Sache „Memorandum – Unterschriftenliste – Bitte um Antwortbrief“ abgeschlossen.

Ich habe am 19.5.2011 noch einen zweiten, persönlichen Brief an Herrn Prälat Pfanzelt geschrieben. Darin drücke ich aus, dass ich die sachliche Auseinandersetzung über unsere verschiedenen Sichtweisen nun mit den Briefen von letzter Woche als beendet sehe.

Damit unser persönliches Verhältnis nicht Schaden leidet und eventuelle letzte Differenzen beseitigt werden können, bat ich Herrn Pfanzelt um ein persönliches Gespräch, zu dem ich gerne nach München fahren würde.

 

Ich richte den Blick also jetzt nach vorne und frage:

Wie soll es nun weitergehen mit der Beteiligung der Religionslehrer/innen an dem von den Bischöfen angestoßenen Dialogprozess? Was ist Ihre Meinung dazu?

 

Zunächst müssen wir wohl in den bayerischen Diözesen abwarten, in welcher konkreten Form die Zusage aus dem Münchner Ordinariat eingehalten wird, dass jeder Religionslehrer, der dies möchte, sich aktiv in den von den Bischöfen angestoßenen Dialogprozess einbringen kann und eingeladen ist, „die Anfragen und Anliegen junger Menschen in die innerkirchliche Diskussion einzubringen“.

Es wäre schön, wenn wir bald von unseren Bischöfen von ähnlichen konkreten Möglichkeiten erfahren würden, wie ich sie Ihnen z. B. aus der Freiburger Diözese berichtet habe. (siehe auch: https://fuereinenoffenendialog.wordpress.com/dokumentation)

 

Schön wäre es auch, wenn der KRGB in dieser Richtung aktiv konkrete Schritte planen würde. In seiner Stellungnahme zum Memorandum, die der KRGB am 19.3.2011 Herrn Kardinal Dr. Marx zuschickte, heißt es ja: „Die Mitglieder der KRGB-Landesverbandskonferenz sind bereit, sich in den angestrebten Dialogprozess aktiv einzubringen und die Verbandsmitglieder ebenfalls dazu zu ermutigen.“

Ich könnte mir z. B. vorstellen, dass auf den sieben Diözesantagungen im Herbst 2011 Zeit für Arbeitskreise eingeplant wird, damit interessierte Kollegen/innen demokratisch etwas erarbeiten können, was aus der Sicht des Religionsunterrichts für den Erneuerungsprozess der Kirche wichtig erscheint und in den Dialogprozess eingebracht werden kann.

 

Ich für meine Person möchte gerne an Verbesserungen für den Religionsunterricht und an einer ecclesia semper reformanda mitarbeiten (gerne auch im KRGB), um verlorenes Vertrauen in die Kirche bei unseren Schülern wieder zurück zu gewinnen.

Ich würde dabei gerne auch meine in den letzen Monaten entstandenen Verbindungen zu Religionslehrerverbänden in Deutschland nutzen, damit wir uns austauschen bei dem, was für den Dialog mit den Bischöfen erarbeitet wird.

 

Zum Abschluss dieser Rundmail möchte ich mich ganz besonders bei all denjenigen Kolleginnen und Kollegen bedanken, die mir in den letzten Wochen geschrieben, mir ihre Sicht mitgeteilt und mich mit lieben Worten gestärkt haben.

 

Ich wünsche viel Kraft für den Endspurt beim G8-Abitur und verbleibe mit herzlichen kollegialen Grüßen

 

Ihr Franz Hauber

 

P.S.: Angebot von Unterrichtsmaterialien

Wer von Ihnen in der Q11 einen Religionskurs hat und jetzt im Unterricht mit dem letzten Kapitel des Lehrplans (K 11.4: Was ist der Mensch? Was ist der Sinn des Lebens?) beginnt, findet dazu im Internet ein Unterrichtsmodell von mir. Dieses ist aber vom Juni 2010. Ich habe es aktualisiert und biete an, meine aktuelle Form jedem Interessenten, der jetzt mit dem Kapitel K 11.4 beginnt, zuzuschicken (bitte E-Mail an mich: hauber.franz@t-online.de).

 

 

 

 

 

Hinweis:

Wer mehr Hintergründe zu den hier dokumentieren Schreiben haben möchte, kann sich per E-Mail an Dr. Franz Hauber wenden. (hauber.franz@t-online.de)